De: Selektive Beeinträchtigung der Ärgererkennung bei leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB): Die Rolle der Gesichtsverarbeitung und der emotionalen IntelligenzEn: Selective Impairment in Anger Recognition in MCI: The Role of Face Processing and Emotional Intelligence

AuthorRachana Mahadevan, Naomi Kristin Giesers, Thomas Liman, Karsten Witt, Andrea Hildebrandt, Mandy Roheger
CategoryNeuroscience
DescriptionDiese Studie untersucht die Erkennung von Gesichtsemotionen bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB) und legt dabei den Fokus auf die Rollen der Gesichtsverarbeitungsfähigkeit, der emotionalen Intelligenz und kognitiver Bereiche. Mithilfe von Verhaltenstests und Selbstberichtsverfahren prüft die Studie, ob Defizite in der Emotionserkennung mit Wahrnehmungsverarbeitung und sozio-emotionalen Faktoren zusammenhängen. - This study investigates facial emotion recognition in patients with mild cognitive impairment (MCI), focusing on the roles of face processing ability, emotional intelligence, and cognitive domains. Using behavioral tasks and self-report measures, the study examines whether deficits in emotion recognition are associated with perceptual processing and socio-emotional factors.
KeywordsMild Cognitive ImpairmentEmotional recognitionFace processingEmotional intelligenceSocial cognition

Die Studie untersuchte, wie Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung, einer frühen Phase der Gedächtnis- und Denkprobleme, emotionale Gesichtsausdrücke anderer Personen verstehen. Wir wollten herausfinden, ob Schwierigkeiten beim Erkennen von Emotionen damit zusammenhängen, wie gut Menschen Gesichter allgemein verarbeiten und wie gut sie Emotionen im Alltag verstehen. Während der Studie bearbeiteten die Teilnehmenden einfache Aufgaben. Diese beinhalteten, Gesichtsausdrücke zu identifizieren, Gesichter wiederzuerkennen und Fragen über Emotionen in Alltagssituationen zu beantworten. Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung es schwerer fanden Emotionen korrekt zu identifizieren, besonders bei subtilen oder komplexen Gesichtsausdrücken. Diese Schwierigkeiten standen in engem Zusammenhang mit schwächeren Fähigkeiten der Gesichtsverarbeitung und einem geringeren emotionalen Verständnis. Das bedeutet, dass es dem Gehirn schwerer fällt Emotionen zu deuten, wenn es Probleme hat, Gesichter richtig zu erkennen. Diese Erkenntnisse sind wichtig, weil sie zeigen, dass ein früher kognitiver Abbau auch soziale und emotionale Fähigkeiten betrifft, nicht nur das Gedächtnis. Schwierigkeiten, die Gefühle anderer zu verstehen, können Beziehungen, Kommunikation und die allgemeine Lebensqualität beeinflussen. Das frühzeitige Erkennen dieser Veränderungen kann helfen, bessere Diagnoseverfahren und Unterstützungsstrategien zu entwickeln, damit Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung ihre sozialen Kontakte und ihr emotionales Wohlbefinden möglichst lange aufrechterhalten können.


This study explored how patients with mild cognitive impairment, an early stage of memory and thinking difficulties, understand emotions shown on other people’s faces. We wanted to know whether problems in recognising emotions are linked to how well people process faces in general and how well they understand emotions in daily life. During the study, participants completed simple tasks that involved identifying facial expressions, recognising faces, and answering questions about emotions in everyday situations. The results showed that patients with mild cognitive impairment found it harder to correctly identify emotions, especially subtle or complex expressions, and these difficulties were closely connected to weaker face processing skills and lower emotional understanding. This means that when the brain struggles to recognise faces properly, it also becomes harder to read emotions. These findings matter because they show that early cognitive decline affects social and emotional abilities, not just memory. Difficulties in understanding others’ feelings can influence relationships, communication, and overall quality of life. Recognizing these changes early may help us develop better assessments and support strategies to help patients with mild cognitive impairment maintain social connections and emotional well-being for longer.